Krankenkassen-Guide

    Pflegebox für TK-Versicherte: 42 € bei der Techniker beantragen

    Antragswege bei der Pflegekasse der Techniker Krankenkasse, Voraussetzungen und Anbieterauswahl – so kommen Sie monatlich kostenfrei an Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

    Robert Silberpfennig
    Pflegefachkraft · 10 Jahre Erfahrung in der ambulanten Pflege
    Zuletzt aktualisiert:
    Pflegebox mit Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel und Schutzschürzen neben einer Versichertenkarte auf einem Küchentisch
    Techniker Krankenkasse (TK) Logo

    Sie sind bei der Techniker Krankenkasse versichert?

    Dann steht Ihnen ab Pflegegrad 1 die kostenlose Pflegebox im Wert von 42 € monatlich zu. Ein geprüfter Anbieter stellt den Antrag bei der TK-Pflegekasse und rechnet direkt mit ihr ab.

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    Der 42 €-Zuschuss der TK im Überblick

    Die Techniker Krankenkasse ist mit rund 11 Millionen Versicherten die mitgliederstärkste gesetzliche Krankenkasse Deutschlands. Wer bei ihr versichert ist und einen Pflegegrad hat, erhält über die Pflegekasse bei der TK bis zu 42 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch – 504 Euro pro Jahr, die häufig ungenutzt bleiben.

    Rechtsgrundlage ist § 40 Abs. 2 SGB XI. Abgedeckt sind Produkte der Produktgruppe 54 (PG 54): Einmalhandschuhe, Hände- und Flächendesinfektion, Schutzschürzen, Mundschutz und Bettschutzeinlagen. Als Pflegebox kommen diese Produkte monatlich automatisch ins Haus – ohne Einkauf, ohne Belegsammlung.

    Typisch für die TK ist der durchgängig digitale Weg: Anträge, Nachweise und Bescheide laufen über die TK-App und das Online-Postfach „Meine TK“. Wer den Antrag über einen Pflegebox-Anbieter stellt, muss selbst davon nichts nutzen. Den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse erklärt unser Ratgeber Krankenkasse vs. Pflegekasse.

    Voraussetzungen für TK-Versicherte

    Die Pflegekasse bei der TK prüft dieselben gesetzlichen Kriterien wie alle anderen Pflegekassen:

    • Pflegegrad 1 bis 5: Schon Pflegegrad 1 begründet den vollen Anspruch. Grundlagen in unserem Ratgeber zu den Pflegegraden.
    • Häusliche Versorgung: Pflege zu Hause, in einer Pflege-WG oder im betreuten Wohnen – nicht vollstationär im Heim.
    • Bedarf an Verbrauchsprodukten: Handschuhe, Desinfektion & Co. müssen im Pflegealltag tatsächlich gebraucht werden.

    Antragswege bei der Techniker Krankenkasse

    Drei Wege stehen offen – der erste erspart Ihnen den kompletten Papier- und Belegaufwand.

    1

    Über einen Pflegebox-Anbieter (empfohlen)

    Sie füllen ein kurzes Online-Formular mit Pflegegrad und TK-Versichertennummer aus und wählen Ihre Produkte. Der Anbieter reicht den Antrag bei der Pflegekasse der TK ein, beantwortet Rückfragen und rechnet monatlich direkt ab.

    Ihr Vorteil: keine Formulare, keine Vorleistung, keine Belege. Geprüfte Anbieter finden Sie im Pflegebox Testsieger 2026 Vergleich.

    2

    Digital über die TK-App oder „Meine TK“

    Die TK gilt als eine der digitalsten Kassen: Über die TK-App oder das persönliche Online-Postfach können Sie einen formlosen Antrag stellen, Nachweise hochladen und den Bearbeitungsstand verfolgen. Die Produkte kaufen Sie dann selbst und reichen Belege bis 42 Euro monatlich zur Erstattung ein.

    3

    Über den TK-Service am Telefon

    Die TK bietet eine rund um die Uhr erreichbare Servicenummer sowie eine Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Dort lässt sich der Antrag anstoßen und gleichzeitig klären, welche weiteren Leistungen – etwa Entlastungsbetrag oder Verhinderungspflege – infrage kommen.

    Zeit-Tipp: Der Anspruch gilt ab dem Monat der Antragstellung; rückwirkende Erstattungen sind die Ausnahme. Stellen Sie den Antrag daher früh im Monat. Die komplette Anleitung steht im Ratgeber Pflegebox beantragen.

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    Premium-Ratgeber, 23 Seiten: alle erstattungsfähigen Produkte, 42-€-Pauschale, Anspruch, Antrag & Checkliste. Kostenlos – ohne E-Mail-Eingabe.

    Was enthält die Pflegebox für TK-Versicherte?

    Maßgeblich ist die Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses – bei der TK gelten dieselben Produkte wie bei jeder anderen Pflegekasse:

    • Einmalhandschuhe (Nitril oder Latex, in Ihrer Größe)
    • Händedesinfektion und Flächendesinfektion
    • Schutzschürzen und Mund-Nasen-Schutz
    • Bettschutzeinlagen als Einmal- oder waschbare Variante
    • Ergänzend je nach Anbieter: Fingerlinge, Einmalwaschhandschuhe, Pflegetücher

    Bei flexiblen Anbietern passen Sie den Inhalt jeden Monat an den tatsächlichen Bedarf an. Die erstattungsfähigen Produkte listet unsere Pflegehilfsmittel-Liste 2026, Details im Artikel Pflegebox Inhalt.

    Nicht enthalten: Inkontinenzprodukte wie Windeln oder Vorlagen. Diese laufen über ein ärztliches Rezept und werden von der TK als Krankenkasse übernommen – nicht aus der 42 €-Pauschale. Mehr dazu unter Inkontinenzprodukte im Überblick.

    Nach der Bewilligung durch die TK-Pflegekasse

    1. 1Die Bewilligung kommt schriftlich oder digital ins TK-Postfach – beim Anbieterweg meist zusätzlich per E-Mail.
    2. 2Die erste Pflegebox wird meist innerhalb von ein bis drei Werktagen versandt.
    3. 3Folgelieferungen erfolgen automatisch jeden Monat, Inhalt und Pausen sind anpassbar.
    4. 4Die Abrechnung läuft unsichtbar im Hintergrund zwischen Anbieter und TK.

    Bei einer Ablehnung haben Sie einen Monat Zeit für den Widerspruch. Häufig fehlen nur Angaben zum Pflegegrad oder zur häuslichen Pflegesituation. Wie Sie vorgehen, erklärt der Ratgeber Kostenübernahme Pflegehilfsmittel.

    Weiterführende Artikel

    Häufige Fragen zur Pflegebox bei der TK

    Ja. Die Pflegekasse bei der Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt Pflegehilfsmittel zum Verbrauch mit bis zu 42 Euro monatlich nach § 40 Abs. 2 SGB XI. Nötig sind ein Pflegegrad von 1 bis 5 und häusliche Pflege. Zuzahlungen fallen im Rahmen des Höchstbetrags nicht an.

    Der bequemste Weg führt über einen Pflegebox-Anbieter, der den Antrag für Sie bei der TK-Pflegekasse einreicht und direkt abrechnet. Alternativ stellen Sie den Antrag selbst über die TK-App, das Online-Postfach „Meine TK“ oder formlos schriftlich an die Pflegekasse bei der Techniker Krankenkasse.

    Nein, ein spezielles Formular ist keine Pflicht. Ein formloser Antrag mit Name, Geburtsdatum, Versichertennummer, Pflegegrad und dem benötigten Verbrauchsmaterial genügt. Beauftragen Sie einen Anbieter, übernimmt dieser die vollständige Antragstellung inklusive aller Angaben.

    Bis 42 Euro Warenwert im Monat nichts. Der Anbieter rechnet direkt mit der TK-Pflegekasse ab, es gibt keine Vorleistung und keine Rechnung an Sie. Nur Wünsche über den Höchstbetrag hinaus sind selbst zu zahlen und müssen vorab transparent ausgewiesen werden.

    Die TK arbeitet stark digitalisiert und bundesweit zentral; in der Praxis liegt die Bewilligung häufig innerhalb weniger Tage vor, gesetzlich sind bis zu drei Wochen zulässig. Direkt danach versendet der Anbieter in der Regel binnen ein bis drei Werktagen die erste Box.

    Ja, jederzeit und ohne Kündigungsfrist bei den meisten Anbietern. Der neue Anbieter meldet den Wechsel selbst bei der TK-Pflegekasse an, sodass Ihre Versorgung ohne Unterbrechung weiterläuft.

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