Pflegebox ohne Pflegegrad – Welche Optionen haben Sie?

Sie benötigen Pflegehilfsmittel, haben aber noch keinen Pflegegrad? Erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.
Die rechtliche Hürde
Ohne einen offiziellen Bescheid der Pflegekasse über einen Pflegegrad (mindestens Grad 1) gibt es keine gesetzliche Kostenerstattung für die 42-Euro-Pauschale.
Für viele Familien ist das ein Problem, da der Hilfebedarf oft schleichend beginnt, bevor der MDK (Medizinischer Dienst) zur Begutachtung kommt.
Den Pflegegrad-Antrag beschleunigen
Wenn Sie Hilfsmittel benötigen, ist das meist ein Zeichen dafür, dass bereits eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Nutzen Sie folgende Möglichkeiten:
Die „Übergangsbox" für Selbstzahler
Viele Anbieter auf deinpflegevergleich.de bieten ihre Boxen auch für Selbstzahler an.
Vorteil
Sie erhalten sofort professionelle Hygieneartikel in hoher Qualität.
Kosten
Oft zwischen 25 € und 35 €. Günstiger als Einzelkauf im Drogeriemarkt.
Da die Anbieter Großabnehmer sind, profitieren Sie von reduzierten Preisen – auch ohne Kostenübernahme durch die Pflegekasse.
Rezepte vom Hausarzt (Medizinische Hilfsmittel)
Verwechseln Sie die Pflegebox nicht mit medizinisch notwendigen Hilfsmitteln. Folgende Produkte kann der Arzt auf Rezept verordnen – auch ohne Pflegegrad:
Voraussetzung ist eine medizinische Indikation. Hier fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung an (max. 10 € pro Hilfsmittel).
Zusammenfassung: Unser Rat
Warten Sie nicht zu lange mit dem Antrag auf einen Pflegegrad!
Die Pflegebox ist nur einer von vielen finanziellen Vorteilen, die Ihnen mit einem anerkannten Pflegegrad zustehen:
- Pflegegeld (bis zu 901 € monatlich bei Pflegegrad 5)
- Entlastungsbetrag (125 € monatlich)
- Verhinderungspflege (bis zu 1.612 € jährlich)
- Kurzzeitpflege (bis zu 1.774 € jährlich)