Kosten & Krankenkasse: Wer zahlt den Notrufknopf?
Die Frage nach den Hausnotruf Kosten ist für viele Senioren und Angehörige die wichtigste Hürde. Erfahren Sie, ob Krankenkasse oder Pflegekasse zuständig ist und wie Sie den Hausnotruf kostenlos nutzen können.
Der Hausnotruf als anerkanntes Pflegehilfsmittel
In Deutschland ist der Hausnotruf im Hilfsmittelverzeichnis gelistet. Die Kosten werden übernommen, wenn die häusliche Pflege dadurch erleichtert wird oder dem Pflegebedürftigen eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht wird.
Voraussetzungen für den Pflegekassen-Zuschuss
Pflegegrad
Mindestens Pflegegrad 1 erforderlich.
Häusliche Situation
Person lebt allein oder ist über weite Teile des Tages alleinlebend mit erhöhtem Risiko (Sturz, Herzschwäche).
Telefonnutzung
Im Notfall kann ein herkömmliches Telefon nicht mehr sicher bedient werden.
Finanzielle Entlastung 2026: Was wird gezahlt?
Die Pflegekassen übernehmen in der Regel eine monatliche Pauschale für die Grundgebühr (ca. 25,50 € bis 30,35 €) sowie eine einmalige Anschlussgebühr.
- Basis-System: Anbieter wie Pflegetipp oder Pflegehase bieten Tarife an, die exakt durch diesen Zuschuss gedeckt sind – für Sie ist der Hausnotruf kostenlos mit Pflegegrad.
- Zusatzpakete: Schlüsselhinterlegung oder mobile Zusatzsender (GPS) sind oft mit privatem Aufpreis verbunden.
- Steuerlicher Vorteil: Eigenanteile können als „Haushaltsnahe Dienstleistung" steuerlich geltend gemacht werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie beantrage ich den Zuschuss für den Hausnotruf?
Sie müssen keinen komplizierten Antrag formulieren. Anbieter wie Pflegetipp oder Pflegehase übernehmen die komplette Bürokratie und Abrechnung mit der Pflegekasse für Sie.
Gilt der Zuschuss auch für mobile Notrufsysteme?
Die Kassen übernehmen meist nur den Basistarif für das stationäre Gerät. Der Aufpreis für die mobile GPS-Funktion muss in der Regel privat getragen werden.